Veränderungen

Seit dem ich an diese Studie teilnehme beobachte ich mich anders. Jetzt habe ich von jede Verschlechterung Angst, denn es würde (wahrscheinlich) heissen: Placebo.

Allgemein ist es sehr schwer zu sagen ob ich mich besser oder schlechter fühle, denn es ist Tagesform und Tageszeit bedingt.
Manchmal habe ich das Gefühl dass mein Gleichgewicht/Gang besser geworden ist, manchmal denke ich, es ist schlechter. Manchmal denke ich, dass meine Aussprache ist besser, mir leichter fällt, anders dann habe ich das Gefühl, ich habe einen Knoten in der Zunge.

In der Regel  ist das alles auch schwer zu beurteilen. Das Gegend ist hier, wo ich hierher gezogen bin, ist sehr hügelig, das Haus kann ich nicht ohne Begleitung verlassen. Grade gestern habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich kaum in ein Auto einsteigen kann, wenn die Straße bergig ist. Ich habe mir jetzt einen E-Scooter verschreiben lassen, ich bekomme es auch von der Krankenkasse – ich hoffe jetzt, ich traue mich damit zu bewegen. Ich hoffe generell mich bald etwas mehr motivieren zu können, ich habe früher viel mehr gemacht. Ich habe zurzeit Motivationsprobleme und auch etwas mehr Stress als es mir gut tut. Alt und krank werden erfordert auch nerven.

Ich habe diese Diagnose jetzt bald seit zwei Jahren, und ich muss schon sagen dass in diesen zwei Jahren sehr viele Dinge sich verändert haben. An manche Dinge kann ich mich aber immer noch nicht gewöhnen, mit vielem kann ich mich nicht abfinden. Arbeit weg, Auto weg, Mann weg, Hobby weg… das alles muss man erst ertragen… Allerdings was mir immer noch passiert, das ich losmarschiere und dann werde ich daran erinnert dass doch nicht so ist wie früher. Das ich eine Gehschwäche habe und mich nur an Gegenständen festhaltend weitertorkeln kann. Dass Blutdruckschwankungen mich in die Knie zwingen und ich anhalten muss. Alles nur langsam und eins nach den anderen. Gesunde Menschen würden dazu „entschleunigen“ sagen. Ich frage mich, wie ist aus der Person, die ich vorher war, das hier werden konnte. Es ist auch so vieles belanglos geworden, was früher wichtig war, alles dreht sich um diese eine Sache.

Das ist doch der Wahnsinn welche Gedanken diese Studie in einem  auslöst, auch wenn man das nicht will. Wahnsinn wie spürbar die Zeit geworden ist.

2 Antworten auf „Veränderungen“

  1. Ach MenschMarta
    Ich weiss genau was Du meinst.Kenne ich alles von Martina.
    Man ist einfach so machtlos.Diese verdammt verfluchte MSA😡😡😡😡😡😡

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.