Was passiert bei Dysautonomie überhaupt und bin ich betroffen?

Manchmal frage ich mich was mit mir bloss los ist. Öfters habe ich irgendwas und ich verstehe nicht was. Ich weiss auch oft nicht, ob das ganze mit meiner Grunderkrankung, also MSA, zu tun hat. Was ich weiss dass das eine Erkrankung des Gehirns ist, und alles kann betroffen sein was das Gehirn so von alleine macht, sprich alles was wir mal als selbstverständlich genommen haben. Was betroffen ist ist eine Glücksache – oder eher Pechsache. Dysautonomie ist in meinen Augen bisschen wie Russisches Roulett. Man kann auch alles darauf schieben. Ich weiss zwar was das ist, helfen tut mir aber dieses Wissen nicht unbedingt, höchstens soviel dass ich mich nicht für Irre und Überampfindlich halte.

Ich habe mich mal bisschen schlau gemacht was Dysautnomie ist. Denn das kann ein Teil unserer Erkrankung sein, bzw. ist es auch oft.

Zu den Symptomen der Dysautonomie gehören häufig:

  • Bradykardie (abnormal niedrige Herzfrequenz) oder Tachykardie (abnormal hohe Herzfrequenz)
  • Stark schwankender Blutdruck, hoch oder niedrig
  • Häufige, große Schwankungen der Herzfrequenz
  • Orthostatische Intoleranz
  • Häufige Dehydrierung
  • Chronische Müdigkeit, Kurzatmigkeit, schlechte Energie
  • Herzklopfen 
  • Schwindel
  • Synkope (plötzliche Bewusstlosigkeit) oder „fast“ Synkopen 
  • Niedriges Blutvolumen
  • Häufige Probleme mit Übelkeit
  • Schluckbeschwerden
  • Schmerzen, Stechen in der Brust
  • Häufige Migräne oder Kopfschmerzen
  • Überempfindlichkeit gegen Licht, Lautstärke, Berührung oder Geruch
  • Schwierigkeit der Temperaturregelung (nicht Schwitzen bei Hitze und nicht Zittern bei Kälte)

Dysautonomie nennt man eine Gruppe von neurologischen Störungen, bei denen das autonome Nervensystem (ANS) gestört ist. Dies kann das Versagen entweder des Sympathikus oder des Parasympathikus oder beider Nervensysteme betreffen. Die Symptome der Dysautonomie können jedes Körperfunktion bzw. Körpersystem betreffen. Die Symptome können leicht oder beeinträchtigend sein. Sie können auch an Intensität zu- und abnehmen oder ununterbrochen auftreten. Je nach Art der Dysautonomie und ihrer Ursache müssen die Patienten mit den dauerhaften Symptomen fertig werden oder können sich in einigen Fällen davon erholen.

Es gibt viele verschiedene Arten von Dysautonomie, einschließlich des Postural-Orthostatischen Tachykardie-Syndroms (POTS), die wir hier schonmal behandelt haben, Synkopen, der orthostatischen Intoleranz (OI), der autoimmunen autonomen Ganglionopathie (AAG), des rein autonomen Versagens (PAF), der Multisystematrophie (MSA) und mehr. Während einige spezifische Typen selten sind, ist die Dysautonomie selbst nicht selten. Über 70 Millionen Menschen auf der Welt leben mit einer oder mehreren Formen von Dysautonomie. 

Es gibt auch Patienten, die Dysautonomie als Folge einer anderen Grunderkrankung entwickeln, so ist es bei MSA auch. 

Gegenwärtig gibt es kein Heilmittel für Dysautonomie, aber die Forschung schafft Verständnis und neue Hoffnung. 

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